Ganztagsgestaltung

Das gemeinsame Team gestaltet die Schule  als einen Ort des ganztägigen Lernens und Lebens.

Ganztagskonzept der offenen Ganztagsschule Askanier-Grundschule
und der ergänzenden Förderung und Betreuung durch GSS Schulpartner

1. Zielstellung als gemeinsamen Bildungsverständnisses
2. Professionalisierung
3. Lern und Förderkonzept
4. Rhythmisierung/ Zeitstruktur
5. Partizipation der Schüler/ innen
6. gesunde Ernährung/Mittagessen
7. Raumkonzept
8. Evaluation

1. Zielstellung als gemeinsamen Bildungsverständnisses

Das gemeinsame Team gestaltet die Schule als einen Ort des ganztägigen Lernens und Lebens.

2. Professionalisierung

An der Schule arbeiten mehrere Gruppen von Pädagogen/innen zusammen.
Lehrkräfte und das weitere pädagogische Personal tauschen sich regelmäßig untereinander und gegenseitig aus.
36 Lehrkräfte, 16 Erzieherinnen und Erzieher, 1 Lehreranwärterin, 2,5 Schulsozialarbeiterinnen und eine Psychologin wollen und müssen gut zusammenarbeiten.

Dafür gibt es einen Rahmen, der nicht starr sondern stets flexibel ist.

Der Jahresplan enthält feste Termine für Gesamtkonferenzen, Dienstversammlungen der Lehrkräfte und Erzieher/innen an denen die Schulsozialarbeiterinnen und die Psychologin stetig oder bei Bedarf teilnehmen. Ebenfalls finden Teamsitzungen der Stufen 1 – 3 und 4 bis 6 regelmäßig statt. Fachkonferenzen und Klassenkonferenzen dienen ebenfalls dem fachlichen Austausch.
Im Zusammenhang mit der Teilnahme am BISS – Projekt, Scaffolding gibt es eine regelmäßig tagende Steuerungsgruppe mit Unterstützung des Zentrums für Sprachbildung.

Gemeinsame Studientage dienen ebenfalls dem kontinuierlichen Informationsaustausch und der Fortbildung.
Nach der Einführung der erweiterten Schulleitung, tagt diese in regelmäßigen Abständen. Wöchentliche treffen der Schulsozialarbeiterinnen, Psychologin, eFöB – Leitung, Kinderschutzbeauftragten mit der Schulleitung gehören ebenso zum Ablauf wie die Leitungsberatung.

Zielstellung für das Schuljahr 2021/2022 ist die Einführung und Planung wöchentlicher Absprachezeiten zwischen Lehrkräften und Erzieher/innen.

3. Lern- und Förderkonzept

Das pädagogische Team der Askanier Grundschule versteht die Schule als einen Ort des ganztägigen Lernens und Lebens. Gemeinsame Lern- und Bildungsschwerpunkte im Ganztag sind die Naturwissenschaften, Projektarbeit, Inklusion/ ETEP, soziales Lernen und die Sprach- und Leseförderung.
Die Kooperationspartner haben im Schuljahr 2016/2017 an 4 Studientagen gemeinsame Schwerpunkte zur Schulrahmenvereinbarung und dem Rahmenlehrplan erarbeitet. Im Fortgang wird auf der Grundlage der bisherigen Ergebnisse gemeinsam das Schulprogramm weiterentwickelt.
Die individuellen Lernausgangslagen werden im Rahmen des Ganztages stetig diagnostiziert und die entsprechenden Fördermaßnahmen geplant.

Zur Diagnostik gehören fest im Schulalltag verankert:
Klassenstufe 0 Sprachlerntagebuch
Klassenstufe 1 Laube
Klassenstufe 2 HSP II / Rechenschwäche
Klassenstufe 3 VERA 3
Klassenstufe 3 – 6 ILEA +
sonderpädagogische Feststellung und Diagnostik laufend alle Klassenstufen

Alle Pädagogen/innen berücksichtigen Interessen und Fähigkeiten bei der Planung von Angeboten im Einklang mit der einhergehenden Forderung nach Selbsteinschätzung durch die Kinder. Schüler/innen mit Schwierigkeiten beim Lernen oder im emotional – sozialen Bereich werden zusätzlich gefördert, z.B. im Förderunterricht, durch die ergänzende Lernförderung, Hilfe bei der Schulaufgabenerledigung, zusätzliche Sprachförderung, Förderung bei LRS und Rechenschwäche, in temporären Lerngruppen, sonderpädagogische Fördermaßnahmen.

Schüler/innen, die besonders gut lernen können, erhalten Angebote mit anspruchsvolleren Aufgaben.
Pädagoginnen und Pädagogen beraten Eltern regelmäßig zur Lernentwicklung und im Bereich der emotionalen – sozialen Kompetenzentwicklung durch die Weitergabe entsprechender Informationen, entweder in schriftlicher Form, in individuellen Beratungsgesprächen oder Elternsprechtagen.

Die Förderung des sozialen Lernens (siehe auch separater Punkt dieses Schulprogramms) entwickelt sich zunehmend positiv. Maßnahme der Pädagogen/innen sind u.a. der Klassenrat, soziale Projekte in den Klassen, z.B. Fair-Player,
Streitschlichterausbildung, Wettbewerb um Mittagspokale, Projekt LEO, Schülersprechertreffen usw.

Aus der Evaluation des Ganztages mit Hilfe ISQ BB ergibt sich die Zielstellung, temporäre Fördergruppen für emotionale-soziale Entwicklung ab dem Schuljahr 21/ 22 einzurichten und die Lernwerkstatt um dieses Segment zu erweitern.

4. Rhythmisierung/ Zeitstruktur

Im Schulalltag sind vor- und nachmittägliche Aktivitäten aufeinander abgestimmt. Durch die ständige gemeinsame Auseinandersetzung mit pädagogischen Themen und organisatorischen Herausforderungen wird ein inhaltlicher, struktureller und pädagogischer Rahmen geschaffen, der prozesshaft gelebt und weiterentwickelt wird.

Unterricht, Angebote und selbstbestimmte Zeiten sind im Wechsel organisiert. Pausen, Mittagessen und Freizeitangebote sind für Erholung und Kommunikation in ausreichender Länge vorhanden. Die Einsatzpläne der Kooperationspartner sind durch die gemeinsame Stundenplanung aufeinander abgestimmt. Ebenso sind feste Zeiten für die Abstimmung, sowie Team – und Vorbereitungszeiten eingeplant. Gemeinsam wird jedes Schuljahr auf die Planung und Gestaltung des Mittagessens für die Kinder geachtet.

Tagesablauf am Beispiel einer 3. Klasse:

Die Lehrkräfte und das weitere pädagogische Personal sind über den Unterricht und die Betreuung für Eltern, Kooperationspartner und Schüler/innen ansprechbar. Die Schüler/innen können ihre Schulaufgaben oder unterrichtsergänzenden Aufträge in der Schule erledigen, für sie gibt es wöchentlich feste Termine, bei denen über alles geredet werden kann. Für alle gibt es feste und individuell vereinbarte Zeiten für Beratung und Unterstützung durch Schulsozialarbeiterinnen und der Psychologin der Schule.
Für das Schuljahr 21/22 sind feste Zeiten für gemeinsame Absprachen in den Tagesablauf einzuplanen.

(Quelle Evaluation Ganztag ISQ BB und Studententag 12.11.2020)

5. Partizipation der Schüler/innen

Alle am Schulleben Beteiligten sind der Auffassung, dass die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Aufgabe ist und dem große Bedeutung zukommt.
Die Angebote der ergänzenden Förderung und Betreuung (eFöB) richtet sich im Nachmittag stark nach den Interessen der Schüler/innen aus. Es wird stets darauf geachtet, dass diesen kein Angebot „vorgesetzt“, sondern vielmehr mit ihnen gemeinsam erarbeitet wird.

In differenzierter Intensität wird seitens der eFöB einmal wöchentlich der sogenannte „eFöB-Rat“ mit den jeweiligen Lerngruppen durchgeführt und angeleitet bzw. begleitet. Der „eFöB-Rat“ fördert demokratisches Miteinander und Partizipation in der  Institution Schule und im offenen Ganztagsbereich. Er ist das demokratische Forum einer Klasse.
In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler über selbstgewählte Themen: über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte, über gemeinsame Planungen und Aktivitäten.
Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des „eFöB-Rates“ bei.

Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schülerinnen und Schülern, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren.

Positiv implementiert ist im Rahmen des Unterrichts der Klassenrat, als fester Bestandteil im Stundenplan der Klassenstufen 1-6. Die stetige Evaluation findet einmal jährlich in den Klassenstufen 1 bis 3, als „Zielscheibenevaluation“ und in den Klassenstufen 4 bis 6 online über IQES statt. Somit erhalten alle Beteiligten eine regelmäßige Rückmeldung, um den Klassenrat zu optimieren. Zum Selbstverständnis gehört ebenfalls die Berücksichtigung der Empfehlungen der Schülersprecher/innen zur Ganztagsgestaltung, auch durch die regelmäßigen Treffen mit der Leitung.

Die ergänzende Förderung und Betreuung hat keine Schließzeiten. Dies bedeutet, dass in den Schulferien durch die Pädagogen/ innen ein Programm für die Kinder geplant und angeboten wird. Hierbei nehmen die Pädagogen/ innen starken Bezug zur Lebenswelt der Kinder und nutzen auch die umliegenden Angebote, wie unter anderem Spielplätze, Einrichtungen im näheren Umfeld, wie z.B. das Kulturhaus Spandau, die Zitadelle oder die Stadt-Bücherei, um ein vielseitiges Angebot zu gestalten.

In Einzelangeboten und in größer angelegten (Wochen-)Projekten wird den Kindern ein ganzheitliches Lernen und eine Förderung in diesen Wochen ermöglicht. Der Ferienbetreuung liegt wiederum ein Vertrag mit GSS-Schulpartner zu Grunde.

6. Gesunde Ernährung und Mittagessen

Frische und gesunde Mahlzeiten sind uns sehr wichtig. Daher wird von allen Pädagogen/innen auf eine gesunde Ernährung ganzheitlich geachtet. Unsere eFöB – Küche arbeitet nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und bietet allen Kindern ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Speisenangebot. Dieses berücksichtigt auch unterschiedliche kulturelle Ernährungsgewohnheiten.

Das Mittagessen wird durch Personal des Kooperationspartners GSS – Schulpartner angerichtet und in den unterschiedlichen Lerngruppen durch Lehrer – Erzieher – Teams begleitet.
Das Mittagsband hat positive Auswirkungen auf die Rhythmisierung und die Entzerrung des Tagesablaufes für die einzelnen Jahrgangsstufen gesorgt.

Lehrkräfte und Erzieher/inne gehen in der Jahrgangsstufe 1 und 2 gemeinsam mit den Kindern essen, in den dritten und vierten Klassen begleiten und führen die Erzieher die Kinder beim Mittag und werden temporär durch die Klassenleiter unterstützt. In den 5. und 6. Klassen begleiten in der Mehrzahl Lehrkräfte und werden durch Erzieher/innen unterstützt, soweit es personell möglich ist. Insgesamt hat sich die Atmosphäre sehr positiv entwickelt, es kommt nur noch sehr selten zu Störungen in diese Zeit.

Über die Verköstigung der Kinder hinaus, gestaltet der Koch, welcher für die Carl-Schurz-Grundschule und die Askanier-Grundschule zuständig ist, in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und den Bezugserziehern ein abgestimmtes Angebot für die einzelnen Klassen, in welchem die Kindern die Grundzüge einer gesunden Ernährung gemeinsam erarbeiten, Speisen teils selber erstellen und zubereiten, als auch hier partizipativ an der Speiseplan – Gestaltung einwirken können.

7. Raumkonzept

Die Schule gliedert sich räumlich in 8 Bereiche auf:

  • Verwaltungstrakt (Sekretriat, Schulleitung, Lehrerzimmer, SSA)
  • Haus 1 (Klassenstufe 3 und 4)
  • Haus 2 (Klassenstufe 5 und 6)
  • Haus 3 (Klassensrufe 1 und 2)
  • eFöB-Haus (ergänzende Förderung und Betreuung)
  • Mensagebäude
  • Sporthalle
  • Außenbereich

Die Räume der Schule stehen in dualer Nutzung, nach Unterrichtsende, auch der ergänzenden Förderung und Betreuung zur Verfügung. Auch wenn zunächst die speziell hierfür konzipierten Räume genutzt werden, bieten diese Klassenräume eine gute Ausweichmöglichkeit für z.B. Arbeitsgemeinschaften und die Schulaufgabenbetreuung. Im Nachmittagsbereich nutzen die Kinder die einzelnen Räume unter anderem ebenfalls als ruhigen Rückzugsort, um sich selbstständig und eigenverantwortlich zu beschäftigen, Gespräche zu führen, kreativ tätig zu werden oder gemeinsam Gesellschaftsspiele zu spielen.

Zusätzlich zu den Klassenräumen, bieten sich weitere Räumlichkeiten für den Unterrichts- als auch für den Betreuungszeitraum, sowie ein weitläufiger und gut gestalteter Außenbereich.
Es besteht Einigkeit im Selbstverständnis, dass alle am Schulleben Beteiligten auf Sauberkeit und den pfleglichen Umgang mit Einrichtungsgegenständen achten, Lern-, Lehr-, Spiel- und Beschäftigungsmittel für alle Pädagogen leicht zugänglich sind, es genügend Spiel-und Sportangebote für drinnen und draußen gibt.
Zahlreiche Bildungsorte außerhalb der Schule werden in der Ganztagsgestaltung einbezogen.

(Quelle Evaluation Ganztag ISQBB 2020)

7.1. NaWi-Raum

Der Raum für Naturwissenschaften wird in erster Linie im Unterrichtsbereich für das Schulfach NaWi genutzt. Hier finden sich jegliche Materialien, welche die Lehrkräfte für ihren Unterricht benötigen. Im Zeitraum nach dem Mittagessen, wird dieser Raum teils von der Lernförderung, aber auch für spezifische Angebote durch das pädagogische Personal der eFöB genutzt.

7.2. PC-Raum

Im PC-Raum stehen den Kindern mehrere Computer zur Verfügung, um entweder eigens hierfür erstellte Programme für Unterrichtseinheiten zu nutzen. Darüber hinaus, können die Schüler/innen der Schule hier im Freizeitbereich, unter Aufsicht, selbstständige Recherche betreiben oder die PCs im Rahmen von Projektarbeit als unterstützendes Arbeitsmaterial nutzen.

7.3. Teilungs- / Musikraum / Aula

Dieser Raum beherbergt mitunter die Musikinstrumente der Schule, so dass hier in der Regel der Musikunterricht stattfindet. Zu Zeiten von Raumknappheit, kann dieser Raum jedoch auch als Teilungsraum genutzt werden.
Der Raum lässt sich an einer Seite zum Foyer hin öffnen, so dass hier schnell Platz geschaffen werden kann, für z.B. Aufführungen (Opern-Projekt) oder die Einschulungsfeier.

7.4. Lernwerkstatt

Kreativität und die Möglichkeit, verschiedene Wege ausprobieren zu können, sind der Kern forschenden Lernens. Es macht Spaß, selbstständig die Antworten auf eigene Fragen zu erarbeiten und in der aktiven Auseinandersetzung mit Dingen, anderen Kindern und Erwachsenen das eigene Wissen über die Welt und deren Gesetzmäßigkeiten zu erweitern. In Lernwerkstätten suchen und finden wir durch unser eigenes Tun Antworten und Lösungen. Täglich begeben wir uns in der Lernwerkstatt und werden zu Entdeckern, kreativen Tüftlern und Problemlösern.
Hierfür bietet die Schule einen, eigens für diesen Verwendungszweck, eingerichteten Raum. Teile des Schulpersonals und der eFöB wurden im Tandem als Multiplikatoren für den aktiven Einsatz der Lernwerkstatt gemeinsam geschult.

7.5. Sporthalle

Die Sporthalle der Grundschule bietet Platz und Material für den täglichen Sportunterricht der Schule und wird nach Unterrichtsschluss von den Pädagogen/innen der eFöB für Arbeitsgemeinschaften, wie z.B. Volleyball, Ballsport-AG genutzt. Auch für gezielte Förderangebote, wie Psychomotorik wird die Sporthalle genutzt.

7.6. Außenbereich

Der 2014/15 neugestaltete Außenbereich der Schule bietet den 18 Klassen der Schule ausreichend Platz, um sich in den Pausen körperlich zu betätigen.
Der Schulhof bietet neben Sandkästen, Tischtennisplatten, Schaukeln, Klettergerüsten mit Rutschen auch einen Fußball- und Basketballplatz, sowie eine Tartanbahn, für den Sportunterricht im Freien. Die Schule grenzt außerdem an einen Park, der zu Spaziergängen und (Frei-)Spiel auf den Wiesen einlädt.

8. Evaluation

Im Schuljahr 22/23 wird die Befragung zum Ganztag erneut über das ISQ BB erfolgen, um Veränderungen zu reflektieren und neue Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Evaluation zum Klassenrat erfolgt immer jährlich am Beginn des 2. Schulhalbjahres im Februar/ März. Die Evaluation der Qualität des Mittagessens erfolgt durch den Caterer, zugleich Kooperationspartner in der ergänzenden Förderung und Betreuung.